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Gauck überzeugt trotz geringer Chancen

Das Wahlverhalten der Bundesversammlung war bereits im Vorfeld der Abstimmung über die drei Kandidaten Gauck, Jochimsen und Wulff aus der Nachrichtenauswahl der deutschen Meinungsführermedien erkennbar. In den letzten Tagen vor der Wahl steigerte sich die Medienbegeisterung für Joachim Gauck noch einmal, während Christian Wulff trotz seiner guten Wahlaussichten wieder an Zustimmung verlor.
Die detaillierte Analyse im aktuellen Newsletter.

Für diese Analyse wurden insgesamt 21.826 Aussagen von/über Politiker und Parteien zwischen dem 31. Mai und dem 29. Juni 2010 ausgewertet. Die Beiträge wurden von geschulten Codierern ausgewertet. Die durchschnittliche Inter-Codierer-Reliabilität betrug im I. Quartal 2010 85,7%.


Wulff erstmals vor Gauck

Joachim Gaucks präsidialer Auftritt im Deutschen Theater in Berlin untermauert seine Ambitionen auf das erste Amt im Staat, aber dennoch rechnen die Deutschen nicht damit, daß der Kandidat von SPD und Grünen tatsächlich gewählt wird. Eine Woche vor der Wahl liegt Christian Wulff im Blick auf die Bewertung in den Medien erstmals vor seinem Gegenkandidaten, während Luc Jochimsens DDR-Apologetik auf deutliche Kritik stößt.
Die detaillierte Analyse im aktuellen Newsletter.

Für diese Analyse wurden insgesamt 19.501 Aussagen von/über Politiker und Parteien zwischen dem 31. Mai und dem 23. Juni 2010 ausgewertet. Die Beiträge wurden von geschulten Codierern ausgewertet. Die durchschnittliche Inter-Codierer-Reliabilität betrug im 1. Quartal 2010 85,7%.


Gauck Favorit der Journalisten

Vor dem Hintergrund sinkender Umfragewerte für die Bundesregierung dominieren taktische Aspekte zum Erhalt der Mehrheit in der Bundesversammlung die Berichte. Christian Wulff konnte etwas Boden gut machen, doch Joachim Gauck genießt weiterhin eine starke Unterstützung in den Medien.
In der jüngsten Umfrage des ARD Deutschlandtrends können sowohl Wulff als auch Gauck im Urteil der Bevölkerung noch einmal zulegen, während Luc Jochimsen weiter zurückfällt: Nur noch einer von hundert Deutschen würde sie wählen.
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Basis: 4.515 Aussagen über die Kandidaten in 16 TV- und Printmedien
Zeitraum: 31.5.-16.6.2010


Medien geben Gauck eine Chance

Der Kampf um die Nachfolge von Horst Köhler ist voll entbrannt. Galt Christian Wulff, der Kandidat der Regierungskoalition, bei seiner Nominierung durch die Bundeskanzlerin am 3. Juni bereits als sicherer nächster Bundespräsident, so hat die Kandidatur Joachim Gaucks von SPD und GRÜNEN wieder Bewegung in die Nachfolgedebatte gebracht.
Gauck wurde in den Medien deutlich besser als Wulff bewertet und so würden nach aktuellen Umfragen* auch die Bundesbürger in Ost und West Gauck klar bevorzugen, wenn der Bundes- präsident direkt gewählt würde.
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Basis: 2.057 Aussagen über die Kandidaten in 15 TV- und Printmedien; *infratest dimap / ARD Deutschlandtrend
Zeitraum: 31.5.-10.6.2010


EURO-Krise: Unsicherheitsschock 2.0

Die politische Zuspitzung der EURO-Krise hat eine massive Welle der Berichterstattung im Mai ausgelöst. Inflations- und Stabilitätssorgen prägen seitdem die Berichterstattung über die wirtschaftliche Lage und Zukunft in deutschen Medien. Wie beim Zusammenbruch von Lehman Brothers im Herbst 2008 könnte die Berichterstattung einen weiteren Unsicherheitsschock bei Bevölkerung und Unternehmen auslösen und damit die konjunkturelle Erholung behindern.

Für diese Analyse wurden insgesamt 8.428 Berichte zur wirtschaftlichen Lage ausgewertet, davon war in 278 Berichten der EURO angesprochen, in 153 Berichten war das Thema Inflation angesprochen. Zeitraum der Auswertung war 1.8.2009 bis 19.5.2010.


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