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Kaum Interesse am Thema Studiengebühren
2010-03-18
Zürich, 17.3.2010: Die Berichterstattung über Studiengebühren in tonangebenden deutschen Medien

Zurich, 17. März 2010. Die Einführung von Studiengebühren wurde über Jahrzehnte wahlweise als Rettung oder als Untergang der deutschen Hochschulen debattiert. Seit Aufhebung des Gebührenverbots durch das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2005 ist das Interesse für das Thema in den deutschen Medien jedoch sukzessive zurückgegangen. Lediglich die Rücknahme der Gebühren in Hessen bewirkte 2008 einen vorläufigen Anstieg der Berichterstattung. Im Jahr 2009 beschäftigte sich in den tonangebenden deutschen Medien kaum jemand mehr mit dem Thema.

„Obwohl bekannt ist, daß das durch die Gebühren eingenommene Geld nicht wie geplant den Universitäten zugute kommt, sondern vielerorts dazu genutzt wird, Haushaltslöcher zu stopfen, spielt das Thema eine immer geringere Rolle in der Berichterstattung“, kommentiert Mikael Erola, Researcher beim Zürcher Medienforschungsinstitut Media Tenor International. „Als Hauptakteure der Beiträge über Studiengebühren traten überwiegend Studenten oder Politiker der Bundes- oder Landesregierungen auf“, so Erola weiter. „Aus Sicht der Universitäten wurde die Gebührenfrage nur in den seltensten Fällen thematisiert.“

Die Researcher von Media Tenor analysierten insgesamt 214 Berichte zum Thema Studiengebühren in 14 deutschen Medien zwischen Januar 2002 und Februar 2010. Zum Medienset gehörten Bild, ARD Tagesthemen, ZDF Heute Journal, RTL Aktuell, Tagesschau, Heute, Spiegel, Focus, Berlin Direkt, Bericht aus Berlin, WISO, Plusminus Fakt und Frontal 21.

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