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UBS leidet unter beschädigter Reputation
2010-04-14
Zürich, 14.4.2010: Das Medienbild von UBS im Vergleich zur Credit Suisse, 1/2009-3/2010

Zürich, 14. April 2010. Während die Aktionäre der UBS in Basel zur Generalversammlung zusammenkommen, um von der aktuellen Konzernspitze nicht nur die Aktivitäten in 2009 und die Entlastung ausgesprochen zu bekommen, sondern auch für die beiden Vorgänger Verwaltungsräte, ist das in den internationalen Meinungsführer-Medien verbreitete Urteil eindeutig: Die Entscheider in US, Europa oder Middle East erhalten über Wall Street Journal, Al Arabia, Handelsblatt oder NZZ unverändert ein vernichtendes Bild über die Aktivitäten des alten und neuen Top-Managements der UBS.

Allein in den asiatischen Medien wurde über die vergangenen Quartale eher neutral berichtet. „Dieses Ergebnis zeigt die unterschiedlichen journalistischen Gewohnheiten: In Asien tendieren die Journalisten zur absoluten Zurückhaltung“, erläutert Roland Schatz, Gründer und geschäftsführender Chefredakteur von Media Tenor International die aktuellen Untersuchungsergebnisse zur Medien-Reputation der UBS im Vergleich zur Credit Suisse. „Das reflektiert auch das Verhalten der Kunden: Während in Amerika, Europa und dem Nahen Osten die Kunden der Bank neben dem Vertrauen auch die verwalteten Gelder entzogen, konnte die UBS in Asien unverändert weiter ohne Geld-Abzug wirtschaften“, erklärt Roland Schatz die Wechselwirkung von Medienberichterstattung und Kundenverhalten.

Das Medien-Image der UBS wurde selbst im ersten Quartal 2010 nicht positiv, obwohl die Bank schon für das 4.Quartal 2009 ein gutes Geschäftsergebnis verkündete, das dann in den folgenden drei Monaten sogar gesteigert werden konnte. „In der Regel bestimmen die Geschäftszahlen das Medien-Image eines Unternehmens – daß dies für die UBS nicht zutrifft, liegt an der fehlenden Bereitschaft des Top-Managements, die Fehler der Vergangenheit zu erläutern, dafür in Wort und Tat einzustehen und Transparenz für die Zukunft nicht nur zu versprechen, sondern zu leben. Solange das nicht deutlich über die Meinungsführer-Medien die Kunden und Stakeholder erreicht, wird die UBS das Vertrauen nicht zurückgewinnen können“, so Schatz. Die detaillierten Daten der Studie werden am 28.4.2010 in New York im Rahmen des Buches ‚Trust Meltdown‘ vorgestellt.

Für die Reputations-Analyse wurden alle 5.612 Berichte über die UBS sowie 3.681 über die Credit Suisse und ihre Führungskräfte in über 50 internationalen Meinungsführer-Medien wie Wall Street Journal, Financial Times, Les Echos, FAZ, NZZ, BBC, Al Jazeera, etc. im Zeitraum 1.1.2009 bis 31.3.2010 ausgewertet. Die Berichte wurden von geschulten Codierern ausgewertet. Die durchschnittliche Inter-Codierer-Reliabilität betrug im I. Quartal 2010 89%.

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